Doping im eSport

14. Dezember 2016 Geschrieben von , 1426 mal gelesen, verfasst in Allgemein, Artikel

Selbsttest plus Bericht

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Doping im Profisport ist schon ein bekanntes Lied, egal ob Fußball, Radsport oder Leichtathletik. Nun ist der Trend auch im eSport angekommen, sich mittels Aufputschmittel besser konzentrieren zu können und bessere Leistung zu zeigen.

Da ich sehr interessiert war wie solche „Mittelchen“ wirken, beziehungsweise ob sie überhaupt wirken oder nur ein Ammenmärchen sind habe ich mir eine kleine Dose mit 6o Pillen über das Internet bestellt. Anders als erwartet wurde mir sogar eine kleine Dose geliefert, die vom Aussehen einem Kaugummidöschen ähnelt. Inhalt waren kleine weiße Pillen, sehr schlicht nicht wie die durch verschiedene Medien bekannten knallbunten Bösewichte, vor denen des Öfteren gewarnt wird.

Vor der Einnahme habe ich noch einmal die Rezeptur der Pille überprüft und die Inhaltsstoffe genauer in Augenschein genommen:

Bacopa Monnieri (Brahmi)

Alpha-GPC (Alpha-Glycerylphosphorylcholi)

L-Theanin

Koffein

Rhodiola Rosea (Rosenwurz)

Ginkgo Biloba

Piperin (1-Piperoylpiperidin)

Vitamin B6 und B12

 

Insgesamt sind die Inhaltsstoffe zwar nicht gefährlich, allerdings sind unangenehme Nebenwirkungen vorhanden und die Kombination einiger Inhaltsstoffe fragwürdig.

So wirkt „L-Theanin“ laut dem Bundesinstitut für Risikobewertung Koffeineffekten entgegen, aber Koffein ist ebenfalls mit enthalten.

Bei der Pflanze „Ginkgo Biloba“ sind als Nebenwirkungen Magen-Darm-Beschwerden, Kopfschmerzen und allergische Hautreaktionen bekannt. Bei Tierversuchen wurde ein erhöhtes Leber- und Schilddrüsenkrebsrisiko festgestellt.

Piperin kann durch saure Katalyse (z.B. im Magen) zur Bildung von Formaldehyd führen, das wiederrum zu Allergien, Haut-, Atemwegs- oder Augenreizungen, bei höheren Konzentrationen zu akuter Lebensgefahr führen kann.

Andere Inhaltsstoffe wie die Rhodiola rosea werden von Fachärzten hauptsächlich als Placebo-Medikamente beschrieben, kann aber bei Potenzstörungen benutzt werden.

 

Da die Droge bei Stress- und Drucksituationen helfen soll, wollte ich natürlich nicht einfach eine Pille einwerfen und schauen was passiert, da dadurch schließlich nicht klargeworden wäre wie gut sie gegen Stress wirkt. Deshalb entschloss ich mich eine Pille vor meiner letzten Matheprüfung zu nehmen.

Wie auf der Packungsbeilage beschrieben nahm ich eine Kapsel 30 Minuten vor Prüfungsstart. Doch die Wirkung fiel während der Prüfung eher schwach aus, sogar negativ meiner Meinung nach. Sowohl die potenzsteigernden Anzeichen, die auf den Inhaltsstoff Rhodiola rosea zurückzuführen sind, als auch meine sehr leicht abschweifenden Gedanken waren sehr störend statt konzentrationssteigernd.

Andere beschriebene Nebenwirkungen traten nicht auf, was ich allerdings mit der Tatsache verbinde, dass ich nur eine Pille eingenommen habe.

Insgesamt hatte die Pille also eine sehr entspannende, aber nicht leistungssteigernde Wirkung. Sie hat also das Versprochene nicht erfüllt.

In der Matheprüfung war ich sogar schlechter als sonst.

Natürlich könnte es daran liegen, dass es einen Unterschied zwischen einer eSport Turniersituation und einer normalen Prüfungssituation ist, aber im Prinzip ist man in beiden Fällen unter Stress und möchte mit der Pille eine höhere Leistungsfähigkeit erreichen, die zumindest in meinem Fall nicht aufgetreten ist. Auch sind die möglichen Nebenwirkungen und Risiken meiner Meinung nach zu groß um die Droge in größeren Mengen zu nehmen. Eine Suchtgefahr ist nunmal immer möglich, egal ob es sich um Alkohol, Gras oder andere Mittel geht, was ein zusätzlicher Grund gegen eine Einnahme ist.

Als finales Statement rate ich von der Nutzung solcher Pillen egal ob für Prüfungen oder im Sport ab.

 

Falls ihr andere Erfahrungen, Erkenntnisse oder Beweise kennt, dann teilt diese mir bitte mit, ich bin sehr gespannt!

Eine Antwort zu “Doping im eSport”

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